Rundbrief Februar 2006
Man kann
in jedem Augenblick
anfangen,
eine Sache
besser zu machen.
Johannes Messner
„Ich will mich ja nicht ärgern!
Soll der Spruch bedeuten, dass ihr immer noch nicht zufrieden
seid mit unserer Arbeit?",
so höre ich schon manchen denken.
Nein: wir verwirklichen den Spruch doch schon laufend: unsere Mitarbeit macht
allen Spass,
und da kommen einfach immer wieder Ideen zur Verbesserung und Veränderung.
Gut so: das hält uns alle dynamisch und fit!
Und Freude macht es auch!
Harald Faber
Mitarbeiter- und Verkäufertreff
Bei 60!!! Verkäufer-Innen, die in unserem Weltladen beschäftigt sind, halten wir es ungemein wichtig, dass es zu gemeinsamen Treffs kommt:
Bitte kommt zu diesen Mitarbeitertreffs
wenn es irgendwie möglich ist!
Da es eine Reihe von Neuigkeiten
im Weltladen gibt,
ist der nächste
Verkäufertreff im Weltladen am:
Montag, 20 Februar 2006 um 18:15 Uhr
Nur für Mitarbeiter, die abends nicht mehr aus dem Haus gehen wollen/
können: Treffpunkt am gleichen Tag um 10.00 Uhr
Besprechungspunkte; u.a.:
Mitglied werden im Weltladen e.V.
Unser Weltladen wird getragen von
einem Verein, dem „Dritte-Welt-Laden eV.
Dieser Verein hat eine Satzung, in dem die beiden Ziele festgelegt sind:
Mit der raschen Entwicklung unseres Geschäfts "Weltladen" ist leider die
Darstellung der Tätigkeiten im Verein etwas kurz gekommen.
Das soll sich wieder ändern in der nächsten Zeit.
Eine andere Sache ist: es sind relativ wenige unserer Verkäufer Mitglied im
Verein und können
damit mit ihrer praktischen Erfahrung nicht in den Verein hinein wirken,
denn sie haben kein Stimmrecht.
Wir bitten deshalb unsere Mitarbeiter, sich zu überlegen,
ob sie nicht auch Mitglieder werden wollen.
Die Mindestjahresbeiträge sind bewusst niedrig gehalten:
Verdiener 24.-- €J Jahr,
Nichtverdiener 12,--€/ Jahr
Mitglieder haben eine Stimme in der Vollversammlung,
die Beiträge werden für Unterstützung von Gruppen in den Ländern
des Südens verwendet, die keine Waren an uns liefern können (zB:
Gesundheitsprojekte)
Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern.
Nachdem Ingrid Dettweiler diese Auszeichnung bereits 2003,
und meine Frau Erna 2004 verliehen bekamen, ist mir dieses Zeichen jetzt am 1.
Februar ebenfalls überreicht worden.
Sicher habt ihr diesen Bericht mit Bild im Donaukurier (2. Febr.) gesehen.
Ich freue mich sehr darüber, weil mit diesen 3 Ehrungen unsere Arbeit für den
Weltladen genannt wird
und damit der faire Handel bekannter wird.
Ich betrachte diese Auszeichnung nicht nur als Ehre für mich, nein, es ist eine
Ehrung für uns Mitarbeiter alle,
die so engagiert an dieser wichtigen Arbeit tätig sind.
Die ;,Lauditio" für die Begründung, dass mir dieses Zeichen verliehen worden
ist, enthält die Geschichte,
wie es zur Gründung des Ingolstädter Weltladen gekommen ist (in diesem Fall nur
die evangelische Seite).
Zu grauer Vorzeit (etwa 1970 gründete sich nämlich ein Arbeitskreis
Brot-für-die-Welt, der in den Evang. Gemeinden
im Dekanatsbereich Entwicklungsprojekte vorstellte.
Auf kath. Seite gab es ebenfalls einen entwicklungs-politischen Arbeitskreis.
Da beide Kreise auch hin und wieder zusammenarbeiteten, kam die gemeinsame Idee
einer Weltladen-Gründung auf. (siehe Bericht unten!).
Harald Faber
Das ist der (evang.) Weg, der am Ende, in Zusammenarbeit mit dem kath.
Entwicklungskreis (Münsterpfarrei)
zur Gründung eines Weltladens geführt hat:
Von den Aktiven, die 1971 einen Brot-fürdie-Welt-Kreis im evang. Dekanat
gebildet haben,
sind nur noch 4 Leute in dieser Arbeit aktiv:
Ingrid und Gernot Dettweiler, Erna und Harald Faber.
1971 nach dem Bürgerkrieg der Westpakistan und Bangladesh (damals
Ostpakistan) trennte,
sammelte unser Arbeitskreis (er hieß damals noch AEE: Arbeitskreis evang.
Erneuerung),
zusammen mit den Ingolstädter Jungsozialisten noch brauchbare Kleidung und
Kindernahrung (Spende von Hipp),
um sie per Schiff in ein Flüchtlingslager zu bringen.
In den Jahren 1972 - 1983 starteten wir als Bfdw-Gruppe jährlich durch die
Gemeinden des Dekanats IN,
um immer ein praktisches Projekt von Brot-f.d.Welt vorzustellen und um Spenden
zu werben
(zB: Landwirtsch. Projekt in Burkina Faso, Katastrophenhilfe f. Guatemala,
Entwicklung von 14 Dörfern in Indien, Gesundheitsprojekt in Nicaragua).
Einmal (1977) hatten wir sogar 2 junge Frauen hier in Ingolstadt zu betreuen,
die aus Südafrika fliehen mussten, da sie beim Studentenaufstand in Soweto dabei
waren.
Der kath. Arbeitskreis Entwicklungshilfe hat uns dann 1981
eingeladen,
um die Idee der Gründung eines Weltladens in Ingolstadt gemeinsam zu diskutieren
und schließlich zu verwirklichen:
Am 22. Oktober 1982 eröffneten wir gemeinsam unseren 1. Weltladen IN in der
Kanalstr. 18.
Harald Faber