Die süßen Seiten des fairen Handels:
Schokolade - Kakao - Zucker
Neben Kaffee und Tee ist die Schokolade das dritte Produkt, das mit dem Transfair - Siegel versehen wurde. Es ist aber das erste Produkt, das aus mehreren Komponenten besteht, die zumindest zum Teil Produkte aus der dritten Welt sind: Kakao, Rohrzucker und evtl. Zutaten für Geschmacksrichtungen (derzeit zum Beispiel Kaffee für Mocca - Schokolade).
Das Transfair - Siegel garantiert nun für all die Einzelprodukte, daß sie aus Kleinbauerngenossenschaften stammen, daß die Herstellung sozialverträglich ist und daß für die Produkte ein fairer Preis bezahlt wird.
Für Produkte, die nicht aus der dritten Welt stammen, gelten im Prinzip ähnliche Bedingungen, auch sie müßen sozialverträglich zu üblichen Preisen hergestellt sein (z.B. Milch, Nüsse, Mandeln...), d.h. keine Kinderarbeit, keine Gefährdung durch Umweltbelastung, faire Preise.
Als Qualitätsstandard gilt für die Drittwelt-Waren der EU-Standard. Die Transfair-Schokolade hat jedoch bessere Qualität als übliche Schokolade, denn es werden keinerlei Ersatzstoffe verwendet; Der Streit der EU um erlaubte Ersatzstoffe, die ja immer billig sind, betrifft uns also nicht.
Unsere Schokolade hat 100% Kakao, Füllstoffe sind verboten, 100% Kakaobutter, billige Pflanzenfette sind verboten; Das gleiche gilt bei den Zutaten. Neu ist auch, daß Emulgatoren (damit die Schokolade zart wird) und Bindemittel nicht mehr erlaubt sind, da diese meist aus Soja hergestellt werden und man inzwischen hier eine Genmanipulation nicht mehr ausschließen kann. Stattdessen wurde das "chlonchieren" der Schokolade (wieder-)eingeführt, d.h. die Schokomasse wird mehrere Stunden lang cremig gerührt.
Die Kunden sind häufig überrascht, daß die Schokolade nicht aus der dritten Welt kommt, sondern in der Schweiz hergestellt wird. Aber zum einen haben die Dritte - Welt - Länder keine Einrichtung zur Schokoladenherstellung, zum anderen gibt es Qualitätsprobleme, wenn Schokolade bei Hitze hergestellt und vor allem transportiert wird. Dazu kommt noch unser hinderliches Steuersystem, das auf Fertigprodukte aus Dritte-Welt-Ländern sehr hohe Schutzsteuern erhebt, auf Rohprodukte niedrige.
Woher stammen fair gehandelter Kakao und Zucker?
Damit die Vorteile des fairen Handels auch wirklich den Produzentinnen und Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zugute kommen, gelten auch hier konkrete Kriterien. Kakao- und Zuckerrohrbauern können ihre Erzeugnisse nur dann im Rahmen des fairen Handels vermarkten, wenn sie in einem sogenannten Produzentenregister erfaßt sind. Dieses Register wird gemeinsam von Transfair und seiner Schwesterorganisation Max Havelaar geführt und stehen grundsätzlich allen Produzentenorganisationen offen, die folgende Kriterien erfüllen:
Die Anbieter von Kakao bzw. Zucker sind Produzentenorganisationen, die überwiegend aus kleinbäuerlichen Familienbetrieben bestehen
Bei Zucker werden auch kollektive Produktionsgemeinschaften bzw. regionale Vermarktungsorganisationen akzeptiert, sofern sie Zucker der von Transfair anerkannten Produzentengruppen vermarkten.
Die Organisationen sind politische unabhängig und werden von ihren Mitgliedern demokratisch kontrolliert.
Die Mitglieder entscheiden gemeinschaftlich über die Verwendung der Mehrerlöse aus dem Fairem Handel.
Zu Kontrollzwecken müßen regelmäßig alle den Fairen Handel betreffenden Transaktionen gemeldet werden.
Die zu Fairen Bedingungen verkauften Produkte müssen in der üblichen Exportqualität angeboten werden.
.....und außerdem schmeckts!!!